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17.09.2018

Diskussion zur Zukunft der Mittagsbetreuung in Stiefenhofen

Staatssekretärin Trautner: Gespräche mit dem Bund laufen gerade an

Stiefenhofen. Ganztagsschule, Hort oder Mittagsbetreuung - Diese Frage stellt sich (nicht nur) berufstätigen Eltern spätestens ab der Einschulung ihrer Kinder. Pünktlich zum Schuljahresbeginn nach den Ferien in Bayern hatte der Landtagsabgeordnete für das Oberallgäu und den Landkreis Lindau, Eric Beißwenger gemeinsam mit der Leiterin der Schülerstübe Stiefenhofen Margret Mader zur Diskussion mit der Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Carolina Trautner geladen. Wichtig, da es in naher Zukunft einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gibt.



In der etwas mehr als 1.800 Einwohner umfassenden Westallgäuer Gemeinde Stiefenhofen ist die Schülerstube eine feste Institution: 39 Kinder sind dieses Jahr dabei. Doch gerade kleinere Kommunen stellt eine solche Einrichtung vor Herausforderungen. Trotz Zuwendungen des Freistaats muss die Gemeinde Stiefenhofen ein jährliches Defizit von rund 50.000 Euro schultern. Räumlich platzt die Schülerstube zudem aus allen Nähten. Hier forderte Leiterin Margret Mader für sich, alle ähnlichen Einrichtungen und auch die Gemeinden die Unterstützung von Carolina Trautner wie auch von Scheideggs Bürgermeister Ulrich Pfanner, Vorsitzender vom Gemeindetag in Landkreis Lindau ein.

Beim Thema Zukunftsausblick musste Trautner allerdings auf im Herbst stattfindende Gespräche verweisen. Der Freistaat will mit dem Bund besprechen, wie der Rechtsanspruch konkret umgesetzt werden muss. In Bayern soll es nämlich weiter eine Wahlmöglichkeit für Eltern geben: Ganztagsbetreuung nur für die, die diesen auch tatsächlich wünschen.

Langjährige Betreuerinnen sollten zudem finanziell und von ihrer Position her bessergestellt werden. Eric Beißwenger: „Wir müssen eine Lanze dafür brechen, dass Fortbildungen immer möglich sein müssen. Wichtig auch: Wir müssen schauen, wo wir die aktuellen Standards anpassen können.“ Gleichzeitig wiesen Trautner und er aber auch darauf hin, dass eine vollständige Gleichstellung mit ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern nicht möglich und auch nicht fair sei. Schließlich würden diese extra eine mehrjährige Ausbildung absolvieren.

Wichtig war Eltern und Erzieherinnen zudem, dass der Beruf für Männer attraktiver gemacht werden müsse. Die Stiefenhofener Leiterin Margret Mader meinte, dass Männer grundsätzlich etwas anders mit den Kindern umgehen würden, was diesen gut tue. Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: „Besonders wenn ich Fußballspiele und zum Vergleich ein männlicher Praktikant, dann gibt es da deutliche Unterschiede“.